Download4.png

Möglichkeiten zur Steuerung Ihres Smart Homes

Auf unserem Blog dreht sich alles um das Thema Smart Home. Wie kann ich durch smartes Heizen Energie sparen? Smart Home = Safe Home, Smart City, Smart Gardening und so weiter….. Dort stellen wir Ihnen immer wieder Geräte vor, welche Sie in Ihr Zuhause integrieren können, um es smart zu machen. Doch eine Frage blieb bis heute weitestgehend außen vor – Wie kann ich all diese Geräte steuern? Diese Frage wollen wir in diesem Beitrag beantworten.


Smartphone steuert Haus; WLAN
Bild: gerald - Pixabay

Wir stellen Ihnen die fünf verschiedenen Möglichkeiten vor, Ihr Smart Home zu steuern. Welche Haussteuerung am Ende für Sie in Frage kommt, hängt von persönlichen Vorlieben und der technischen Installation ab, die zugrunde liegt.

So ist es oft bei Neubauten der Fall, dass kabelgebundene Bussysteme vorhanden sind, welche moderne Wanddisplays und intelligente Schalter bereits im Vorhinein integriert haben. Bei Nachrüstungen hingegen wird auf Funksysteme zurückgegriffen, welche ausschließlich über spezielle Apps oder Benutzeroberflächen im Internet gesteuert werden.

Nach der Vorstellung der 5 Möglichkeiten wollen wir noch auf die Frage eingehen, ob das Smartphone als Steuerungsgerät das beste darstellt. Aber zunächst zu den 5 grundsätzlichen Möglichkeiten.


1. Sprachsteuerung


Diese Art gehört zu den jüngsten Methoden der Smart Home Steuerung. Die Sprachsteuerung hat sich in den letzten Jahren zu einem ernstzunehmenden Helfer für unzählige Situationen entwickelt. Wenn die Sprachassistenten in das Netzwerk eingebunden sind, lassen sich darüber grundlegende Anwendungen mit vergleichsweise simplen Befehlen steuern. Beispielsweise das An- und Ausschalten des Lichts oder die Regulation der Helligkeit. Auch komplexere Steuerung sind möglich, bergen aber bei steigenden Komplexität das Risiko von Missverständnissen.

Smartphone und Sprachassistent
Bild: Bence Boros - unsplash

Die Schwierigkeit liegt hierbei in der Tatsache, dass alle Sprachassistenten angelernt werden müssen – dies geschieht bei komplexen Befehlsketten über Routinen. Dabei benötigt man einerseits die Fähigkeit genau zu bestimmen, was durch Routinen geschehen soll und andererseits müssen die korrekten Befehle im Kopf des Benutzers genauso „abgespeichert“ werden.


Kurz gesagt: Die Sprachsteuerung kann nur so gut sein, wie der Mensch dahinter, der die Befehle festlegt, sich merkt dann korrekt ausspricht. Wenn Sie beispielsweise Ihrer Amazon Alexa neue Skills beibringen wollen, lesen Sie doch gerne unser kostenloses E-Book zu diesem Thema. Zusätzlich können solche Sprachassistenten im Moment lediglich als „Befehlszentrale“ gesehen werden. Die Konfiguration und Individualisierung des auszuführenden Befehls erfolgt über die jeweilige Smart Home Zentrale.

Unser Fazit für diese Steuerungsmöglichkeit: Die Sprachsteuerung kann eine sehr sinnvolle Bereicherung vor allem für einfachere Aufgaben sein, erfordert bei komplexeren Aufgaben jedoch eine gewisse Geduld. Aus diesem Grund sollte sie ab einer Gewissen Komplexität als Ergänzung gesehen werden.

2. sensorbasierte Steuerung


Diese Steuerungsmöglichkeit benötigt im Gegensatz zu allen anderen keinen direkten Eingriff des Nutzers oder der Nutzerin. Wann und welcher Steuerungsimpuls ausgelöst wird, hängt von den Messungen der vernetzten Sensoren ab. Sie messen durchgehend den Ist- Zustand ihres Aufgabenbereichs und lösen einen Steuerungsbefehl aus, wenn ein (zuvor festgelegter) Schwellenwert über- oder unterschritten wird. Einige Beispiele dafür können sein:

  • Ein Heizungsthermostat öffnet sich, wenn die Raumtemperatur einen gewissen Wert unterschreitet und schließt sich, wenn ein Höchstwert erreicht wurde.

  • Ein Helligkeitswert des Tageslichts wird unterschritten und die Außenbeleuchtung schaltet sich automatisch an und die Rollläden werden heruntergefahren.

  • Das Sonnenrollo über der Terrasse wird eingefahren, wenn ein Sensor zu starke Windgeschwindigkeiten erfasst.

Diese Beispiele können um eine Vielzahl von anderen ergänzt werden und zeigen die vielseitigen Möglichkeiten, bei denen Sensoren das Zuhause smart machen können. Die Sensorsteuerung ist deshalb so angenehm, welch sie vollkommen smart ist – also keine menschliche Interaktion mit dem System benötigt, das alles selbstständig geschieht. Was jedoch das übersteuernde Eingreifen über eine der anderen Optionen natürlich immer noch möglich macht.


3. Schaltersteuerung


Auch diese herkömmliche manuelle Art zu steuern, gehört prinzipiell zu den fünf verschiedenen Wegen der Smart Home Steuerung und ist eine nicht selten genutzte, zunehmend komplexe und beliebte Option. Hier werden verschiedene Schalter-Typen unterschieden:

  • Schalter, die einem begrenzten Aufgabenbereich zugeordnet sind – bspw. Nur Beleuchtungssteuerung

  • Schalter, die programmierbar sind und vielfältige Aktionen auslösen können

  • Schalter, die festinstalliert und in der Regel an ein kabelbasiertes Smart-Home-System angeschlossen sind

  • Schalter, die über Funk angebunden sind und sich innerhalb der Reichweite frei positionieren lassen

Der Vorteil bei der Schaltersteuerung liegt vor allem darin, dass dahinter ein bewährtes Anwendungsprinzip steckt, welches die Steuerung intuitiver und simpler gestaltet. So können auch vorhandene mechanische Taster durch funkfähige Schalter ersetzt werden, welche Befehle geben können.


4. Steuerung per Fernbedienung


Diese Art zu steuern hat seit Jahren einen Platz in unserem Leben – sei es die Steuerung des TV-Geräts oder das Öffnen des Garagentors. Eine Fernbedienung als separates, mobiles Steuergerät. Auch hier gibt es zwei Bereiche, in welche sich die Fernbedienungen aufteilen.

Hand, Fernbedienung, Fernseher
Bild: Dario - unsplash
  • Kleinstfernbedienungen (häufig für den Schlüsselbund), die lediglich ein geringes Funktionsspektrum aufweisen

  • Große, meist programmierbare Fernbedienungen, die als zentrale Schaltstelle dienen und neben der smarten Steuerung oftmals auch das klassische Spektrum (Steuerung von TV etc.) abdecken

Vor allem die zweite Variante wird sehr gerne gewählt, da sie zwar alle Funktionen der Steuerungszentrale übernimmt, aber dennoch losgelöst vom Smartphone funktioniert.


5. Touchscreen Steuerung


Als letzte Möglichkeit zur Steuerung lässt sich der Touchscreen nennen. Hier fällt alles darunter, was zur Kategorie Smartphone und Tablet gehört. Darunter finden sich dann aber auch Smart Displays (welche als Ergänzung zum Sprachassistenten fungieren), sowie auch an der Wand montierten Touch Panels und auch Smart Watches. Ein sehr großer Vorteil hierbei ist die große Flexibilität dieser Geräte: erst durch die Installation einer App beispielsweise wird der Einsatzbereich oder -zweck bestimmt. Spezielle Smart-Home-Displays beispielsweise können auch alle Informationen rund um die Hausautomatik zusammenfassen und visualisieren, wie zum Beispiel den Energieverbrauch. Zudem bieten sie die Möglichkeit, persönliche Einstellungen vorzunehmen. Integrierte Wanddisplays stellen meist bei kabelgebundenen Gesamtsystemen die Steuerungszentrale dar.


Steuerung per Smartphone - die beste Lösung?


Das Smartphone ist grundsätzlich eine der 5 Möglichkeiten das eigene Smart Home zu steuern. Nun stellt sich die Frage, ob es sich hierbei um die vorteilhafteste Methode handelt. Einige Punkte sprechen dafür:

  1. Die meisten Menschen nutzen das Smartphone ohnehin im Alltag. Damit auch noch das Smart Home zu steuern ist für viele die natürlichste Möglichkeit.

  2. Bei anderen Steuerungsgeräten können Kompatibilitätsprobleme auftreten, vor allem bei der Nutzung und Steuerung von offenen Systemen. Hier müssen alle Geräte das gleiche Funkprotokoll verwenden, da es sonst zu Problemen führt. Durch unterschiedliche Apps und Programme wird dies alles sehr schnell sehr komplex, da nicht nur auf die Kompatibilität der Geräte untereinander geachtet werden muss, sondern auch, dass die App zu den vorhandenen Geräten passt. Bei Smartphones hingegen sind jedoch nur zwei Betriebssysteme ausschlaggebend: Android und iOS. Nahezu jeder Hersteller bietet für diese Betriebssysteme passende Apps zur Steuerung an.

  3. Das Smartphone ist dasjenige Gerät, das die meisten Besitzer rund um die Uhr bei sich tragen, was lange Suchaktionen vor der Bedienung des Smart Homes meist überflüssig macht.

  4. Durch seine große Verbreitung ist das Smartphone dasjenige Gerät, welches die schnellsten Updates bekommt – wichtig vor allem in Bezug auf die Sicherheit.

Anders formuliert ist da Smartphone der kleinste gemeinsame Nenner aller Steuerungsmöglichkeiten. Ob Sie es auch als Steuerungsgerät für Ihr Smart Home nutzen wollen, oder doch lieber auf eine andere Variante zählen, bleibt Ihnen überlassen.


Fazit


Durch diese sehr vielfältige Auswahlmöglichkeiten zur Steuerung des eigenen Smart Homes, sollte für jede und jeden eine Möglichkeit dabei sein – je nachdem worauf die jeweiligen Prioritäten liegen. Möchte man alles zentral gesteuert haben, bieten sich Wanddisplays oder das Smartphone an. Eine vollkommen automatisierte Steuerung bieten hingegen lediglich Sensoren. Falls nur wenige einzelne Komponenten smart sind, wie beispielsweise die Rollläden oder das Sonnensegel, können auch Fernbedienungen die beste Wahl sein. Egal wie Sie sich entscheiden, es muss zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passen!

Quellen:


· https://www.bauemotion.de/special/haussteuerung-so-bedient-man-ein-smart-home/21036369/

· https://trendblog.euronics.de/smart-home/smart-home-5-moeglichkeiten-eure-moderne-wohnung-zu-steuern-79789/

· https://www.homeandsmart.de/smart-home-steuerung-per-smartphone

0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen