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Smart Home = Safe Home


Smart Home ist schon lange keine Spielerei für Technik-Geeks mehr. Stattdessen birgt das vernetzte Zuhause vielerlei nützliche Funktionen wie beispielsweise das Potenzial, Energie einzusparen oder aber auch die Sicherheit im Eigenheim zu erhöhen. Dadurch erschließt sich der Smart Home Markt nicht nur für Technikliebhaber, sondern auch für Senioren oder Familien. Wenn Sie mehr über den vorteilhaften Einsatz eines Smart Homes für Senioren erfahren möchten, können Sie hier unseren Artikel zum Thema durchlesen.


Sicherheitstechnik im Smart Home hilft Ihnen, sich und Ihre Liebsten zu schützen.
Quelle: Foto von Binyamin Mellish von Pexels

Facts


Viele Menschen haben beim Gedanken an ihr Eigenheim einen Ort vor Augen, an dem sie sicher sind – ein sogenannter „Save Heaven“. Normalerweise das auch wirklich so. Trotzdem erfasste die Polizei laut Statistika im Jahr 2019 immer noch 87.145 Wohnungseinbruchdiebstähle. Werden die Wohnungseinbruchdiebstähle nach Bundesländern betrachtet, so ist Nordrhein-Westfalen absoluter Spitzenreiter. 2019 gab es dort nämlich 26.857 Wohnungseinbruchdiebstähle.

2018 war das stärkste Motiv für die Nutzung von bzw. das Interesse am vernetzten Zuhause in Deutschland laut einer Studie von Deloitte der Komfort (56%). Gleich danach kam mit 49% schon die Sicherheit.

Wenn Sie also ohnehin bereits ein Smart Home besitzen, oder Sie zumindest überlegen, sich das Leben in Zukunft durch die smarten Alltagsgehilfen versüßen zu lassen, sollten Sie auf jeden Fall auch smarte Sicherheitstechnik im Hinterkopf behalten.


Muss Sicherheitstechnik überhaupt smart sein?


Selbstverständlich können Sie Ihr Eigenheim mit solider Sicherheitstechnik ausstatten, ohne dass diese smart sein muss.

Bei smarten Systemen sind die einzelnen Komponenten bzw. die einzelnen Geräte, im Gegensatz zu nicht-smarten Lösungen jedoch miteinander vernetzt und so können die Geräte oft gleich mehrere Funktionen erfüllen. Ein Beispiel hierfür wären smarte Fensterkontakte, welche mit einem smarten Heizkörperthermostat verbunden zum Energiesparen beitragen können, jedoch aber auch als Sicherheitsmaßnahme ihre Funktion erfüllen. Angebracht an Fenstern schicken diese eine Nachricht ans Smart Phone, wenn dieses geöffnet wird. Das kann zum Beispiel für Familien mit kleinen Kindern aber auch für den Einbruchschutz von Vorteil sein. Auch können die einzelnen Komponenten des Systems durch ihre Vernetzung meist zentral gesteuert werden, was das Ganze für Sie einerseits komfortabler und andererseits übersichtlicher gestaltet. Ein Blick auf Ihr Smart Phone genügt daher, um zu überprüfen, ob die Überwachungskamera angeschaltet ist, der Fensterkontakt aktiviert ist und vieles mehr.

In einem Smart Home können Sie mehrere smarte Geräte miteinander verbinden.
Quelle: Foto von Daria Shevtsova von Pexels

Ein weiterer großer Vorteil der Verknüpfung der smarten Geräte mit dem Smart Phone ist, dass Sie so auch von unterwegs überprüfen können, ob Sie denn den Fernseher oder das Licht ausgeschaltet haben. Außerdem erhalten Sie zum Beispiel auch im Urlaub eine Benachrichtigung, wenn es Zuhause einen Notfall gibt. Auch wenn man in diesem Fall nicht direkt selbst einschreiten kann, so weiß man zumindest über die Situation Bescheid und kann dann die Nachbarn oder beispielsweise die Feuerwehr kontaktieren.


Selbstverständlich ist nicht immer der Griff zur smarten Alternative auch der smarteste. Wir empfehlen Ihnen daher, sich über die einzelnen Geräte und ihre Funktionen in der smarten sowie nicht-smarten Ausführung zu informieren. Dann können Sie entscheiden, ob Ihnen die zusätzlichen Funktionen den Aufpreis wert sind.

Um hier ein Beispiel zu nennen: Es gibt bereits smarte Rauchmelder. Dies kann im Fall von sogenannten „Funkmeldern“ ganz praktisch sein, denn diese stehen über Funk miteinander in Verbindung. Ist der Rauch nur in einem Raum, so sendet der Rauchmelder in eben diesem Raum die Meldung an alle anderen Rauchmelder weiter, was nachts und vor allem in großen Gebäuden durchaus vorteilhaft sein kann. Fraglich ist wiederum, ob man weitere potentielle Funktionen eines Rauchmelders wie zum Beispiel das Messen der Raumtemperatur oder des Kohlenmonoxidanteils in der Luft wirklich als notwendig empfindet.


Mögliche Bereiche der smarten Sicherheitstechnik


Sollten Sie sich in puncto Sicherheit für die smarte Ausführung entscheiden, haben wir Ihnen hier einige Bereiche aufgelistet, in welchen smarte Sicherheitstechnik Anwendung findet.


· Tür- und Fensterkontakte

· Überwachungssysteme

· Alarmanlagen

· Anwesenheitssimulation

· Brand- und Überschwemmungsschutz


Smarte Anwesenheitssimulation

Konkret in Bezug auf Einbruchsicherheit ist die smarte Anwesenheitssimulation die wohl raffinierteste Technik zum Vermeiden des unerwünschten Besuchs. Die allerwenigsten Einbrecher verüben Ihre Tat, wenn Sie denken, dass jemand Zuhause ist. Aus diesem Grund ist die smarte Anwesenheitssimulation ein absoluter Game-Changer!

Anwesenheitssimulation lässt Ihr Eigenheim von außen betrachtet nämlich so aussehen, als wäre es ganz normal bewohnt, selbst wenn Sie zum Beispiel auf Reisen sind.

Natürlich kommt diese Sicherheitsvorkehrung nicht jeden Tag zum Tragen, aber vor allem für Personen, welche gerne und oft in den Urlaub fahren oder möglicherweise sogar ein Ferienhaus besitzen, in welchem sie sich 2-3 Mal pro Jahr auch gerne einmal länger aufhalten, sorgt das Anwesenheitssystem auf alle Fälle für ein entspannteres Gefühl beim Verlassen des Eigenheims.

Das beste dabei: Sie müssen sich zur Anwesenheitssimulation kein extra System anschaffen! Nutzen Sie einfach die smarten Geräte, die sie bereits besitzen und setzen Sie sie richtig ein. Smarte Produkte können, wie bereits zuvor erwähnt, nämlich oft für verschiedenste Funktionen zum Einsatz kommen. Dabei sind teilweise auch bereits sehr erschwingliche smarte Produkte perfekt zur Anwesenheitssimulation geeignet.





So funktioniert´s

„Anwesenheitssimulation“ ist ein Dienst, welcher smarte Geräte automatisch steuert. Dabei können ganz normale Elektrogeräte wie Radio, Beleuchtung und Fernseher zu gewissen Zeiten zur Simulation eingeschalten werden. Wer nun denkt, das Ganze könnte roboterhaft und gekünstelt wirken, kann beruhigt sein, denn die Einschaltzeiten werden durch einen Algorithmus bestimmt. Das schafft eine sehr authentische Simulation eines bewohnten Hauses.

Die allermeisten smarten Hausbesitzer haben bereits smarte Lichtsysteme im Eigenheim installiert. Üblicherweise hat man über eine App die Möglichkeit der Steuerung. Das Praktische an Apps ist natürlich, dass Sie diese über Ihr Smartphone überall hin mitnehmen können. Während Sie sich also am Strand von Ibiza einen Cocktail vergönnen, haben Sie durch Ihre App die Möglichkeit, zum Beispiel das Licht im deutschen Eigenheim einzuschalten. Natürlich ist es genauso möglich, eine Art Routine festzulegen, sodass, wenn Sie im Urlaub sind, Zuhause jeden Tag um 20:00 Lichter eingeschaltet werden, Rollos in zeitlichen Abständen betätigt werden oder der Fernseher sich für 2-3 Stunden einschaltet. Das Ganze funktioniert also nicht nur visuell, sondern auch akustisch kann eine Geräuschkulisse erschaffen werden, welche suggeriert, dass das Haus bewohnt ist. Wie bereits angedeutet, werden dabei meist mehrere Geräte miteinander verknüpft. Betritt also jemand Ihr Grundstück, kann ein Bewegungsmelder dafür sorgen, dass dies erkannt wird. Durch eine Verknüpfung mit dem Licht, können potentielle Einbrecher möglicherweise sofort vertrieben werden. Denkbar wäre auch eine Verknüpfung mit einer Kamera, sodass Sie sich in am Stand liegend ansehen können, wer denn gerade Ihr Grundstück betritt.

Für den Fall, dass Sie noch kein Smart Home besitzen, können Sie auch einen Umweg über WLAN-Steckdosen gehen. Diese sind sehr preisgünstig und sorgen dafür, dass das an der Steckdose angeschlossene Gerät fernsteuerbar ist. Das heißt, alle Geräte, die über eine WLAN-Steckdose verbunden sind, können Sie ebenso über Ihr Handy steuern. Auch hier ist bei besseren Geräten schon eine Zufallssteuerung möglich. So können Sie einmal ausprobieren, ob das für Sie überhaupt infrage kommt.


Darauf sollten Sie bei der Wahl Ihrer Sicherheitslösung achten


Die allermeisten Sicherheitssysteme sind modular also bausteinartig aufgebaut, das bedeutet, dass das System flexibel um zusätzliche Elemente erweitert werden kann. Die Geräte sind dabei nicht meist fest verbaut und kommen ganz ohne Verkabelung aus. Das ist auch dann sehr praktisch, wenn Sie zum Beispiel aus beruflichen oder privaten Gründen oft umziehen müssen. Sie können Ihr System außerdem immer wieder an Ihre eigenen Bedürfnisse anpassen. Wird eine Sicherheitslösung nicht mehr gebraucht, weil sie den Ihren Anforderungen nicht (mehr) entspricht, kann diese einfach gegen ein passenderes Produkt ausgetauscht werden. Die Geräte sind meist über Funk oder WLAN miteinander verbunden. Die Verbindung mit dem Internet ist zwar sehr komfortabel, da Sie somit sofort (wie bereits vorhin angesprochen) über das Smartphone von überall aus über einen möglichen Vorfall kontaktiert werden können, gleichzeitig haben kabelgebundene Geräte aber den Vorteil, dass mögliche Hackerangriffe ausgeschlossen sind. Natürlich ist der Sicherheitsstandard bei den allermeisten Geräten schon sehr hoch! Dennoch: Internetfähige Geräte bergen immer das Risiko, dass sich andere möglicherweise Zugang verschaffen könnten.


Ein weiterer wichtiger Punkt, der zu beachten ist, sind zum Beispiel Stromausfälle oder der Abbruch der Internetverbindung. Es gibt qualitativ sehr hochwertige Systeme, welche selbst nach einem Stromausfall oder nach dem Verlieren der Internetverbindung noch in der Lage sind, einen Alarm auszulösen. Hier lohnt sich möglicherweise eine etwas höhere Investition, um auch in solchen Situationen Sicherheit gewährleisten zu können.


Ein wertvoller Hinweis beim Kauf von smarten Sicherheitslösungen und allgemein bei Smart Home Geräten ist es außerdem, ausschließlich auf zertifizierte Produkte zurückzugreifen. Der VDE prüft und zertifiziert die verschiedensten smarten Produkte durch Experten. So können Sie sich als Käufer sicher sein, dass die gekauften Produkte in einem vorherigen Test gewisse (Sicherheits-)Kriterien erfüllen mussten. Außerdem kann der Kauf von zertifizierten Sicherheitstechniken auch versicherungstechnisch einen großen Vorteil darstellen.

Für die Norm DIN VDE V 0826-1 wurden von den Experten (darunter auch Kriminalexperten) zum ersten Mal auch konkrete Kriterien für smarte Sicherheitslösungen bestimmt. Vergewissern Sie sich beim Kauf also, ob Ihre Sicherheitslösungen nach DIN VDE V 0826-1 zertifiziert worden sind. Natürlich gilt das Ganze auch für andere bewährte Zertifikate wie zum Beispiel TÜV und Ähnliche.


Wir hoffen, dieser Beitrag konnte Ihnen weiterhelfen. Lesen Sie sich gerne auch unsere anderen Blog-Beiträge zum Thema Smart Home, um einen besseren Einblick in die smarte Welt des vernetzten Zuhauses zu bekommen.








Quellen:

https://www2.deloitte.com/de/de/pages/technology-media-and-telecommunications/articles/smart-home-studie-2018.htm

file:///Users/annaschneebauer/Downloads/study_id35878_kriminalitaet-in-deutschland-wohnungseinbruchdiebstaehle-statista-dossier.pdf

https://de-statista-com.docweb.rz.uni-passau.de:2443/statistik/daten/studie/555860/umfrage/polizeilich-erfasste-faelle-von-wohnungseinbruchdiebstahl-in-deutschland/

https://www.inside-digital.de/ratgeber/smarte-fensterkontakte-smart-home-systeme

https://www.smarterworld.de/smart-energy/smart-building-smart-home/zertifizierte-sicherheit-fuer-das-smart-home.111863.html

https://www.elektro.net/118449/smart-home-sicherheitsloesungen-gemaess-din-vde-v-0826-1/

https://www.homematic-ip.com/smart-home/einbruchschutz-mit-smart-home.html

https://www.mein-eigenheim.de/sicherheit/smart-home-einbruchschutz.html

https://www.tink.de/sicherheit

https://www.homeandsmart.de/anwesenheitssimulation-im-smart-home

https://www.bosch-smarthome.com/de/de/loesungen/einbrecher-abschrecken/

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