smarte Heizung - Ein Ausweg aus den hohen Heizkosten?

80% der Energiekosten kommen von Heizung und Warmwasser und machen somit einen beträchtlichen Teil unserer jährlichen Fixkosten aus. Um dieser möglichen Kostenfalle zu entkommen, gibt es eine relativ einfach und günstige Möglichkeit – eine smarte Heizung.

Was genau eine smarte Heizung ist, wie sie funktioniert, was man benötigt und welche Vorteile sie genau bringt, klären wir in diesem Blogbeitrag.

Wandthermostat smart
Bild: Dan LeFebvre - unsplash

Was ist eine smarte Heizung?


Das Ziel einer smarten Heizung ist es den Heizprozess mit Hilfe von Automatisierung und Vernetzung komfortabler und effizienter zu gestalten. Somit kann man die Heizung dann mit dem Smartphone oder einem Tablet an- und ausschalten oder die Temperatur mit einem Fingerklick in der dazugehörigen App verändern. Durch verschiedene Daten wie Hausbeschaffenheit, Anwesenheit und Gewohnheiten und dem lokalen Wetterbericht wird die Heizung zusätzlich effizienter und spart im Endeffekt Energiekosten.


Wie funktioniert das genau?


Bei einer smarten Heizungssteuerung werden die Heizkörper mit smarten Thermostaten ausgestattet, welche per WLAN oder Funk mit einer Basisstation – einer Bridge oder Smartphone – verbunden werden. Durch diese hergestellte Verbinden kann man dann einstellen, wann sich die Heizung auf wie viel Grad aufheizen soll oder sie auch manuell bequem über das Smartphone oder ein anderes Steuerungsgerät wie beispielsweise ein Wandthermostat steuern.

Die Montage ist eigentlich sehr simpel, da lediglich die vorhandenen Thermostate abgeschraubt und die neuen montiert werden müssen. Falls die vorhandenen Gewinde nicht zu den smarten Thermostaten passen, müssen eventuell Adapter gekauft werden. Diese liegen aber meist bereits bei den neuen Thermostaten bei. Wichtig ist es aber die alten Thermostate nicht zu entsorgen! Denn es besteht natürlich die Möglichkeit, dass die smarten Thermostate nicht mehr funktionieren und in diesem Fall müssen die alten wieder montiert werden, um die auf voller Leistung laufenden Heizkörper wieder zu regulieren. Bei Mietwohnung müssen die smarten Thermostate beim Auszug auch wieder entfernt und die alten angebracht werden.

Welche Möglichkeiten gibt es für eine smarte Heizung?


Zunächst ist es wichtig, die bestehenden Voraussetzungen zu prüfen. Habe ich Zugriff auf die zentrale Heizungssteuerung? Oder kann ich lediglich die smarten Thermostate an den Heizkörpern anbringen? Das ist wichtig zu wissen, um am Ende die passende Lösung für das eigene Zuhause zu finden, da es mehrere Varianten gibt für eine smarte Heizungssteuerung gibt.

Grundsätzlich sind es zwei Möglichkeiten: Eine smarte Steuerung mit Hilfe von einzelnen Thermostaten oder eine Integration ins Smart Home. Bei jeder dieser Möglichkeiten gibt es 4 verschiedene Arten von Thermostaten, welche verwendet werden können. Dies sind:

  1. Heizkörperthermostate: Diese werden, wie bereits beschrieben, direkt am Heizkörper angebracht. Hier lässt sich die Temperatur individuell an jedem Heizkörper steuern und ist ideal für Wohnungen ohne eigenen Zugang zum Heizkessen.

  2. Fußbodenthermostate: Diese Thermostate sind speziell für Fußbodenheizungen und lassen sich per App oder über das Thermostat selbst steuern.

  3. Wandthermostate: Sie werden an der Wand angebracht und steuern die Raumtemperatur über den Vergleich von Ist- und Soll Temperatur. Diese Variante ist für Heizungen geeignet, die derzeit durch Unterputz-Raumthermostate oder kabellose Raumthermostate gesteuert werden und die Heizung zudem ohne Heizkörper mit Verstell-Knauf funktioniert. So können Räume mit mehreren Heizkörpern oder auch Fußbodenheizung einfach und komfortabel über diese Informationsbasis gesteuert werden.

  4. Zentralheizungsthermostate: Diese Thermostate dienen als Informations- und Steuerungsportal für Zentralheizungen. Der Regler wird direkt an der Heizquelle angebracht und das Steuerungsfeld wird in der Wohnung montiert, um eine einfache Steuerung von einem Ort aus zu ermöglichen.

Bei der zweiten Möglichkeit – der Integration ins Smart Home – werden die verwendeten Thermostate zusätzlich noch mit anderen smarten Geräten verknüpft. Beispielsweise mit Fenstersensoren, um eine verbesserte Optimierung des Heizverhaltens zu ermöglichen.


Welche Heizungen sind kompatibel und was gibt es sonst noch zu beachten?

Thermostat Heizkörper
Bild: Gerd Altmann - Pixabay

Grundsätzlich kann man sagen, dass jede Heizung nachgerüstet werden kann. Egal ob eine ältere oder neue Heizung. Wie jedoch bereits erwähnt, muss man sich zunächst bewusstwerden, ob man den Zugang zur zentralen Heizungssteuerung hat und welche Thermostate für einen dann in Frage kommen. Zudem sollte man sich auch bezüglich der Funkstandards der einzelnen Hersteller erkundigen. Verschiedene Hersteller haben verschiedene Vorlieben, wie sie funken und man sollte sich davor informieren, um im Nachhinein keine böse Überraschung zu erleben.


Vorteile einer smarten Heizung


Wollen wir nun noch einmal die Vorteile einer smarten Heizung zusammenfassen:

  1. Wir haben bereits ausgeführt, wie eine smarte Heizung eine Kombination aus Komfort und Effizienz darstellt und das Heizverhalten optimieren kann. Für noch mehr Effizienz und Einsparung kann man die smarten Thermostate zum Beispiel noch mit Tür- und Fenstersensoren sowie Temperatursensoren kombinieren. So werden offene Fenster/ Türen erkannt und man bekommt zusätzlich Informationen über die Luftqualität und das Raumklima.

  2. Die Aufrüstung ist nicht sehr teuer und relativ einfach, bewirkt aber dennoch sehr viel, da man bis zu 30% der Heizkosten sparen kann.

  3. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit einer Automatisierung durch Szenarien oder Profile vorzunehmen, sowie die Heizung per Sprachsteuerung zu bedienen

  4. Man kann die Heizung auch bequem von unterwegs zu steuern. In diesem Zusammenhang ist auch das Geofencing eine sehr interessante Methode die Heizung zu steuern: Über GPS-Daten des Smartphones erkennt die Heizung selbst, wann sich die Bewohner der Wohnung/ des Hauses nähern oder sie/es verlassen. Je nach dem regelt sich das System automatisch rauf oder runter.

Wie Sie also sehen, gibt es wirklich sehr viele Dinge, die für eine smarte Heizungsteuerung sprechen. Wir hoffen, wie konnten Ihnen einen guten Überblick über die Möglichkeiten eine smarten Heizungssteuerung geben.

Quellen:

https://www.tink.de/heizung

https://www.bosch-smarthome.com/de/de/loesungen/intelligent-heizen/heizkomfort/

https://www.pcwelt.de/a/smarte-thermostate-die-besten-loesungen-fuer-smarte-heizungssteuerung,3443628

https://www.badenova.de/blog/smart-home-heizung/

https://heizung.de/heizung/wissen/smarte-thermostate-intelligent-und-komfortabel-heizen/

https://www.homeandsmart.de/heizungssteuerung-anbieter-uebersicht

https://www.tink.de/heizung/smarte-thermostate/raumthermostate


0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen