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Smartes Energiesparen


Das Smart Home hilft Ihnen Energie zu sparen.
Quelle: Foto von Singkham von Pexels

Smart Home und Energiesparen. Was steckt wirklich dahinter?


Der häufigste Grund für den Kauf eines Smart Homes ist schlicht und einfach der Komfort, der durch das vernetzte Zuhause für den Hausbesitzer entsteht. Das vernetzte Eigenheim nimmt Ihnen Arbeit ab und gestaltet Ihren Alltag ganz unbemerkt effizienter, sodass Sie leichter durch Ihren Tag gehen können. Ein weiterer wichtiger Punkt, welcher beim smarten Zuhause noch dazu kommt, ist der Sicherheitsaspekt, denn das Smart Home bietet Ihnen sehr viele und umfangreiche Möglichkeiten, sich und Ihre Liebsten im Eigenheim optimal zu schützen! Unseren Blogartikel „Smart Home = Safe Home“ hier.



Bestimmt haben Sie alle schon einmal davon gehört, dass Smart Homes angeblich auch Energie sparen würden. Und auch im Internet finden sich zahlreiche Artikel, welche Smart Home und Energiesparen in Beziehung zueinander setzen. Aber stimmt das wirklich? Spart man sich durch die Verwendung des vernetzten Zuhauses tatsächlich Energie ein? In diesem Blog Artikel wollen wir Ihnen genau diese Frage beantworten.


Energiesparen - Ja oder Nein?


Zahlreiche Studien bestätigen: Smart Home spart Energie

Die Zahlen der Dena vom Jahr 2014 zeigen: mir 26% des Gesamtendenergieverbrauchs sind wir alle - die privaten Haushalte – nach Verkehr und Industrie der drittgrößte Energieverbraucher. Dabei fallen satte 85% des Energieverbrauchs auf Heizung und Warmwasser. Auch betont die Dena, dass der Energieverbrauch durch energieeffiziente Technologie und natürlich deren richtige Anwendung erheblich reduziert werden kann. So könnten durch das smarte Eigenheim pro Jahr mehrere hundert Euro an Kosten eingespart werden.


Ganz besonders können durch smarte Technologie angeblich Heizkosten gesenkt werden. Das Energiesparpotenzial ist dabei natürlich auch von der smarten Lösung und dem Zustand des Eigenheims abhängig. Je präzisere Steuerungseinstellungen Ihr System bereitstellt, desto mehr Energie können Sie einsparen. Natürlich geht das aber auch mit einem höheren Preis einher. Welches System für Sie das Richtige ist, hängt auch von Ihrer Situation Zuhause ab. Wohnen Sie alleine oder haben Sie eine große Familie? Sind Sie/Ihre Familienmitglieder meist zur selben Zeit Zuhause und in der Arbeit? Oder sind die Zeiten, an denen Sie Zuhause sind, stark unregelmäßig? Je unregelmäßiger, desto eher könnte sich die Investition in ein etwas kostspieligeres System bezahlt machen, denn ein solches kann sich leichter automatisiert an die jeweilige Situation anpassen.


Stromsparen

  • Smarte Steckdosen

Um den Stromverbrauch zu reduzieren, gibt es beispielsweise smarte Zwischenstecker, welche zwischen Steckdose und angeschlossenem Gerät befestigt werden. Diese messen den Strom und stellen den Verbrauch über eine App grafisch für Sie dar.

Durch smarte Steckdosen können außerdem Geräte, welche in den Stand-by-Modus gehen, automatisch ausgeschaltet werden, um keinen Strom mehr zu verbrauchen.


Übrigens: Die smarten Steckdosen haben neben dem Stromsparen noch zusätzliche Vorteile. Zum Beispiel hat man über eine smarte Steckdose auch Zugriff auf nicht-smarte Geräte, welche an die Steckdose angeschlossen sind. So wird auch die ortsunabhängige Steuerung nicht-smarter Geräte möglich, denn die smarte Steckdose lässt sich von überall aus über eine App steuern. Haben Sie also vergessen den Fernseher auszuschalten, sind aber schon auf dem Weg zur Arbeit? Durch die smarten Zwischenstecker können Sie Ihren nicht-smarten Fernseher über den App-Zugriff ausschalten. Durch die smarte Steckdose lassen sich außerdem bestimmte Tage und Zeiten festlegen, an denen sich die angeschlossenen Geräte ein- oder ausschalten sollen. Eine weitere Möglichkeit ist es, eine Einstellung zu tätigen, bei welcher sich angeschlossene Geräte (Fernseher, Stehlampe, Radio usw.) in unregelmäßigen Abständen ein- und ausschalten. So wird der Eindruck erweckt, dass das Haus bewohnt ist, selbst wenn niemand Zuhause ist. In unserem Artikel „Smart Home = Safe Home“ können Sie mehr zur sogenannten „Anwesenheitssimulation“ lesen.


Ein interessanter Nebeneffekt: das Smart Home oder smarte Geräte helfen Ihnen allein deswegen schon beim Energiesparen, weil sie Ihnen genau anzeigen können, welche Ihrer Geräte wie viel Strom „fressen“. Das führt Ihrerseits zu einem verstärkten Bewusstsein gegenüber dem Stromverbrauch und das wiederum reduziert den Energieverbrauch, weil Sie Ihr Verhalten automatisch anpassen werden.

  • Wandtaster

Mit einem Wandtaster können mehrere Komponenten Ihres Zuhauses miteinander vernetzt und gleichzeitig gesteuert werden. Sehr oft wird der Wandtaster zum Beispiel für Lichtsysteme verwendet, es können aber selbstverständlich auch weitere Komponenten wie Entertainment- und Sicherheitssysteme über den Wandtaster gesteuert werden. Wenn Sie einen solchen Wandtaster besitzen, können Sie diesen nutzen, um beispielsweise beim Verlassen des Hauses mit einem Klick alle Lichter im Haus auszuschalten, ohne dabei das ganze Haus abgehen zu müssen. Damit vergessen Sie bestimmt kein Licht.


Heizkosten sparen

Der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie geht von satten 15% aus, welche sich durch Smart Home an Heizkosten einsparen lassen. Die Zahlen sind in verschiedenen Studien jedoch unterschiedlich hoch. Manche Studien prophezeien zum Beispiel ein noch höheres Einsparungspotenzial, andere hingegen besagen, es seien weniger als 15%. Klar ist aber: Ein Smart Home kann helfen, die Heizungskosten erheblich zu senken! In einem Einfamilienhaus könnten somit (ausgegangen von 15%) ca. 200 Euro pro Jahr eingespart werden.

  • Smarte Heizungssteuerung/Smarte Thermostate

Im Smart Home gibt es viele smarte Geräte zum Einsparen von Energie.
Quelle: Foto von cottonbro von Pexels

Diese arbeiten mit Sensoren, mit welchen Sie die Umstände im eigenen Zuhause erfassen können und regieren dann mit der passenden Steuerung der Heizung. Wird beispielsweise ein Fenster geöffnet, um im Haus etwas durchzulüften, schalten die smarten Thermostate automatisch die Heizung aus und dann auch wieder an. Auch wenn die Bewohner das Haus verlassen haben, erkennen die Sensoren das und fahren die Heizung dementsprechend herunter. Teilweise können Systeme durch GPS-Ortung sogar erkennen, dass jemand nach Hause kommt und passen dann im Vorhinein die Temperatur für die Ankunft an. Sind bereits alle Bewohner des vernetzten Zuhauses schlafen gegangen, wird die Heizung auch heruntergefahren. Natürlich lassen sich mit smarten Thermostaten verschiedene Räume auch verschieden temperieren.

Mittlerweile gibt es tatsächlich auch schon Thermostate, welche dazulernen! Ja, Sie haben richtig gehört!


Die Erreichung einer bestimmten Temperatur ist abhängig von Außentemperatur, Sonneneinstrahlung und genereller Bauweise des Gebäudes. Mit der Zeit erkennen die Thermostate, wie lange ein Raum benötigt, um die gewünschte Temperatur zu erreichen und lassen das in ihre Planung miteinfließen.

Die smarte Heizungssteuerung findet übrigens nicht nur bei Heizkörpern und Flächenheizungen wie zum Beispiel Wandheizungen Anwendung, sondern ermöglicht auch die smarte Steuerung von Heizkesseln, Pufferspeichern und - einer der größten Stromfresser – Heizungspumpen.

Zu den Flächenheizungen gehört auch die Fußbodenheizung. Auch für diese lässt sich die smarte Heizsteuerung einrichten. Bei einer Fußbodenheizung regelt ein zentraler Heizkreisverteiler Heizkreise mit hydraulischen Ventilen, welche meistens mit Raumthermostaten verbunden sind. Das Problem? Fußbodenheizungen haben eine sehr lange Reaktionszeit weswegen der Raum dann oft doch zu warm/kalt ist. Bei der smarten Fußbodenheizung (durch eine smarte Steuerungseinheit im Heizkreisverteiler) wird bei der Heizung unter anderem die Wettervorhersage berücksichtigt. Die smarte Steuerungseinheit ist mit einer Außenstation oder mit dem Internet verbunden und bezieht so Informationen über das Wetter. Damit wird den langen Reaktionszeiten entgegengewirkt, denn die Heizleistung kann bereits vor der Senkung der Temperatur hochgefahren werden.


Meistens ist beim Energiesparen durch Smart Home die Rede von der Reduzierung der Strom- und Heizkosten. Tatsächlich kann man mit einem vernetzten Zuhause aber auch Wasser sparen. Wie das geht, zeigen wir Ihnen im Folgenden.


Wasser

Mit smarten Systemen lassen sich nicht nur Strom und Heizkosten sparen, sondern auch Wasser!

Es gibt bereits smarte Sicherheitssysteme, welche Sie über Ihr Smartphone kontaktieren, wenn beispielsweise im Keller (aufgrund eines nicht abgedrehten Wasserhahns oder der Waschmaschine) Wasser überläuft. So können Sie schnell reagieren und Abhilfe schaffen. Wasserschäden dieser Art kommen Gott sei Dank aber eher selten vor. Wenn es ums Wassersparen geht, ist es deswegen wichtiger, den täglichen Wasserverbrauch streng unter die Lupe zu nehmen und zu reduzieren. Viel zu viel Wasser verschwenden wir dabei meist beim Duschen. Aus diesem Grund wurden smarte Duschen entwickelt, welche beispielsweise erst dann Wasser ausgeben, wenn die gewünschte Temperatur erreicht wurde. Manche Duschköpfe signalisieren Ihnen auch durch spezielles LED-Licht, wie viel Wasser Sie verbrauchen. Leuchtet der Duschkopf bereits Gelb und nicht mehr Grün, sollten Sie sich sputen, denn dann haben Sie bereits mehr als genug Wasser verbraucht. Am besten Sie kommen gar nicht erst zur roten Anzeige der LED, denn diese signalisiert Ihnen einen zu hohen Wasserverbrauch. Auch gibt es bereits innovative Dusch-Sensoren, welche den Wasserdruck und die Wassermenge aufgrund der Entfernung des Duschenden zum Duschkopf anpassen. Greifen Sie also gerade zum Shampoo, werden Wasserdruck und Wassermenge weniger.

Oft ist es möglich, sich den eigenen Wasserverbrauch sowie die Duschdauer per App anzeigen zu lassen. Das führt zur besseren Reflexion des oftmals verschwenderischen Duschverhaltens.


Natürlich stoppt der Wasserverbrauch nicht in der Dusche. Vor allem im Sommer wird auch außerhalb der eigenen vier Wände sehr viel Wasser verbraucht – und zwar im Garten.

Smarte Geräte erlauben es Gartenbesitzern Zeitpläne festzulegen, nach welchen Pflanzen und Rasen bewässert werden sollen. Das nimmt Ihnen nicht nur Arbeit ab, sondern entlastet auch die Umwelt, denn es wird definitiv nicht mehr Wasser verwendet als nötig. Die smarten Bewässerungssysteme nehmen teilweise auch selbstständig Anpassungen an Ihrem Bewässerungsplan vor, um den Wasserverbrauch effizienter zu gestalten. Selbst dass manche Flächen im Garten anders bewässert werden müssen als andere, können viele smarte Gartenhelfer berücksichtigen.

Sie sind eine richtige Gartenfee und möchten mehr über den effizienten Einsatz von smarten Geräten im Garten wissen? Hier geht´s zu unserem Artikel.


Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit unserem Artikel einen besseren Einblick in das Energiesparpotenzial von Smart Home geben. Wenn Sie sich noch weiter über Smart Home informieren wollen, stöbern Sie gerne auch die anderen Artikel unseres Blogs durch!





Quellen:

https://einfach-bergmann.de/2018/02/smart-home/

https://www.energis.de/ratgeber/strom/smarthome_energiesparen

https://www.smart-wohnen.de/energie-sparen/artikel/smarte-steckdosen-helfen-strom-sparen/

https://www.wertgarantie.de/lexikon/smart-home/wandtaster

https://www.co2online.de/modernisieren-und-bauen/smart-home/smarte-heizungssteuerung/

https://www.fkt42.de/blog/wasser-sparen-smart-home/#:~:text=Ein%20kalifornischer%20Hersteller%20hat%20EvaDrop,bis%20es%20endlich%20warm%20ist.

https://www.tink.de/blog/smart-home-sparen-strom-heizkosten-wasser/

https://www.smart-wohnen.de/energie-sparen/artikel/wasser-energie-sparen-mit-smarten-duschen/

https://www.dena.de/themen-projekte/energieeffizienz/private-haushalte/

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