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Wie moderne Technologien und das Smart Home die Corona-Zeit vereinfachen können

Durch das Corona-Virus hat sich der Alltag vieler Menschen teilweise sehr stark verändert – man arbeitet oft von Zuhause aus, schränkt seine Kontakte ein und verbringt grundsätzlich mehr Zeit in seinen eigenen vier Wänden. Auch wenn sich die Lage in den letzten Tagen immer mehr entspannt, und dies hoffentlich auch so bleibt, werden uns gewisse Beschränkungen wahrscheinlich noch eine gewisse Zeit erhalten bleiben. In diesem Blog-Artikel haben wir Ihnen einige smarte, innovative Technologien zusammengestellt, welche die Corona-Zeit vereinfachen. Zudem zeigen wir Ihnen die Vorteile auf, die ein Smart Home in all diesen Bereichen bietet.


In Kontakt bleiben durch moderne Technologien und smarte Geräte


Beginnen wir mit einer offensichtlichen Technologie, welche unseren Alltag (auch bereits vor der Pandemie) sehr erleichtert hat – die Möglichkeit über Videotelefonate mit Freunden oder Familien in Kontakt bleiben zu können ohne Kontaktbeschränkungen zu verletzen. Mit dieser Technik können wir auch ohne persönliche Treffen den Kontakt zu unseren Lieben aufrechterhalten. Dies ist vor allem von Vorteil, wenn Personen aus Risikogruppen beteiligt sind.


Telemedizin als Möglichkeit der medizinischen Versorgung in der Pandemie


Eine weitere Technologie, welche während der Corona-Zeit immer beliebter wurde, ist die Telemedizin. Hier kann man über spezielle Portale mit seinem Arzt sprechen, und muss für Beratungsgespräche oder für die Ausstellung eines neuen Rezeptes nicht in die Praxis kommen und vermeidet so überflüssigen Kontakt. Zudem kann die Anwendung als große Unterstützung im Alltag gesehen werden und ermöglicht eine effizientere und intensivere Betreuung von Patienten. Sprachtherapien beispielsweise können so online abgehalten werden.

Gespräch mit Ärztin über Laptop
Bild: Anna Shvets

Hierbei werden zum einen die Kontaktbeschränkungen eingehalten, aber andererseits sparen sich Patient oder Therapeut den Weg zur Praxis/ zum Patienten. Diese Art der Tele-Sprachtherapie eröffnet somit Möglichkeiten die Versorgung vor allem im ländlichen Raum, im ambulanten Sektor aber auch in Pflegeeinrichtungen zu optimieren und so dem Notstand von Therapieplätzen aber auch Personal entgegenzuwirken. Dass ärztliche Sprechstunden per Videotelefon, virtuelle Kontaktaufnahme mit Therapie- bzw. Pflegepersonal oder auch das AAL, welches später noch angesprochen wird, den Besuch beim Arzt oder die körpernahe Pflege nicht ersetzen, lieg aber dennoch auf der Hand und muss deutlich gemacht werden. Telemedizin kann aber dennoch als Ergänzung genutzt werden, um die Sicherstellung einer flächendeckenden, bedarfsgerechten und wohnortnahen medizinischen Versorgung zu verbessern.


Monitoring und Sicherheit durch ein Smart Home


Neben der Telemedizin gibt es auch die Möglichkeit das Zuhause mit Hilfe von Ambient Assisted Living (kurz: AAL) sicherer zu gestalten und dazu beizutragen ein weiterhin weitgehend unabhängiges Leben bzw. Wohnen zu ermöglichen. Hierfür kommen vor allem Smart Home Systeme zum Einsatz. So gibt es mittlerweile vernetzte Teppiche, welche mit integrierten Sensoren erkennen, ob Personen gestürzt sind und unbeweglich am Boden liegen und dann beispielsweise den ambulanten Pflegedienst rufen. Auch bei Personen, die in ihrer Mobilität stark eingeschränkt sind, kann am Bett ein Überwachungs- und Kommunikationssystem installiert werden, welches Werte wie Blutdruck oder Herzfrequenz messen und ständig an die zuständige Pflegestation übermittelt. Dies ermöglicht eine Beobachtung aus der Ferne und vermeidet während der Pandemielage zusätzlichen Kontakt. Zudem ist eine Kontaktaufnahme per Bildschirm mit einem Pfleger oder Arzt möglich, wenn man sich nicht wohlfühlt. Neben diesen sehr fortschrittlichen Technologien, gibt es auch die Möglichkeit von Notrufarmbändern, mit denen der Träger oder die Trägerin nach einem Sturz oder ähnlichem eine hinterlegte Notrufnummer anrufen kann. Hier gibt es auch die Möglichkeit lediglich einen Angehörigen zu informieren, welcher dann beispielsweise entscheiden kann, ob ein Rettungswagen von Nöten ist. Wenn Sie noch mehr darüber erfahren wollen, schauen Sie gerne bei unserem Blogbeitrag über AAL vorbei.

Auch allgemein lässt sich durch ein smartes Zuhause ein höherer Sicherheits- und Versorgungsstandard herstellen, welcher dazu beitragen kann Verletzungen und Unfällen vorzubeugen: zum Beispiels Bewegungssensoren für eine gute Beleuchtung von Stolperfallen oder vernetzte Rauchmelder oder Wassersensoren, welche kritischen Situationen erkennen. Auch Smart Watches können hilfreich sein, die Vitaldaten von Personen im Blick zu behalten.

Smart Watch und Smartphone
Bild: Ketut Subiyanto - Pexels

Speziell auf die Corona bezogen gibt es im Moment die Möglichkeit, seine smarten Wearables zu nutzen, um dem Robert Koch Institut (RKI) Daten zu „spenden“. Dies bedeutet, dass man komplett freiwillig und pseudonymisiert die Daten seiner Smart Watch oder ähnlichem mit dem Institut teilt. Diese helfen den Wissenschaftlern den Verlauf einer Covid-19 Infektion besser zu verstehen und sich ein besseres Bild über die Gesamtlage und die Verbreitung zu machen. Auf diese Weise können erkrankte Menschen einen effektiven Beitrag leisten, den Virus und die ausgelösten Krankheiten besser zu verstehen und damit auch besser zu beherrschen.


Hilfe im Haushalt


Da eine der wichtigsten Methoden zur Eindämmung der Pandemie die Vermeidung von Kontakten ist, können hier während dieser Zeit kleine Helfer im Haushalt dazu beitragen, vermeidbare Kontakte durch beispielsweise Haushaltshilfen zu verringern. Saug- und Putzroboter, aber auch Mähroboter können bestimmte Aufgaben übernehmen und sorgen dafür, dass die eigenen vier Wände sauber bleiben, ohne dass Angehörige oder Haushaltshilfen kommen müssen, um diese Tätigkeiten zu erledigen. Auch wenn durch die smarten Helfer nicht alle Aufgaben erledigt werden können, tragen sie dennoch ihren Teil dazu bei die Länge des Kontakts zu verringern.


Vorteile von Smart Homes


Neben all diesen Technologien, welche die Corona Zeit vereinfachen können, zeigen wir Ihnen nun, welche weiteren Vorteile ein Smart Home haben kann.


Hygiene

Zum einen können sie zu verbesserter Hygiene beitragen. Etwa durch Sprachassistenten oder Bewegungsmelder müssen keine Lichtschalter mehr betätigt werden, was eine Verbreitung des Virus schwieriger macht. Dies gilt für Zuhause, wie aber auch vor allem für Bürogebäude. Hier treffen sich Angestellte aus verschiedenen Haushalten, was eine Verbreitung sehr einfach macht. Auch smarte Lüftungsfilter können vor allem in Bürogebäuden oder in der Gastronomie hilfreich sein, um Viren aus der Luft zu filtern, wo regelmäßiges Lüften nicht wirklich möglich ist.


Komfort als Mittel, um die Quarantäne besser zu überstehen

Zum Abschluss haben wir noch einige smarte Geräte, welche die Zeit in der Quarantäne definitiv angenehmer gestalten werden. Wie bereits oben erwähnt, erleichtern smart Geräte das in Kontakt treten mit anderen. Zahlreiche vernetzte Geräte wie der Smart-TV verfügen über Bildschirme, Mikrofone und Kameras, um leichter mit anderen Menschen kontaktieren zu können. Zudem können virtuelle Assistenten den Zugang zu smarten Technologien erleichtern, was wiederum für ältere Menschen ein großer Vorteil sein kann, für jüngere einen gewissen Komfort ausstrahlt. Zuletzt können vernetzte Fitnessgeräte zum Beispiels mit virtuellen Trainern die Motivation erhöhen Sport zu treiben. Zusätzlich sind hier Online-Live-Kurse sehr beliebt und können die Motivation zusätzlich erhöhen!


Fazit


Moderne und smarte Technologien können während der Corona-Pandemie sehr hilfreich und nützlich sein. Sie erleichtern den Alltag durch unterstützende Arbeiten, oder ermöglichen Arzt- oder Therapiebesuche ohne direkten Kontakt. Dies alles schützt uns während dieser Zeit. Jedoch darf nicht vergessen werden, dass die menschliche Interaktion, vor allem für ältere Menschen sehr wichtig ist. Diese sollte nicht durch technologische Innovationen in den Hintergrund geraten. Im Zentrum dieser Innovationen sollte immer der Mensch mit seinen Bedürfnissen stehen. Wir das berücksichtigt, und fühlen sich die Menschen mit den Technologien wohl, spricht absolut nichts gegen deren Einsatz.

Quellen:

· https://christopherstrobel.de/2020/06/11/corona-und-das-smart-home-bessere-pflege-und-versorgung-durch-vernetzte-technik/

· https://christopherstrobel.de/2020/04/27/die-vorteile-eines-smart-home-in-zeiten-von-corona/

· https://zukunft-technik.de/telemedizin-mit-roboter-und-smart-home/

· https://www.wertgrund.de/corona-und-smart-home-chancen-fuer-gesundheit-und-pflege/

· https://www.telemedallianz.de/wp-content/uploads/2018/09/Spektrum_Telemedizin_Bayern.pdf

· https://corona-datenspende.de/

· Klauß, Thomas und Annika Mierke (2017): Szenarien einer digitalen Welt – heute und morgen: Wie die digitale Transformation unser Leben verändert. München: Hanser.

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